Französischer Schüleraustausch: Eine Woche voller Begegnungen, Freundschaften und unvergesslicher Momente
Vom 17. bis 22. Mai 2026 durfte die Gustav-Werner-Gemeinschaftsschule Walddorfhäslach sechs Schülerinnen und Schüler sowie eine Lehrkraft unserer französischen Partnerschule aus Neuville de Poitou bei uns begrüßen. Was als schulisches Austauschprojekt begann, entwickelte sich schnell zu einer Woche voller gemeinsamer Erlebnisse, neuer Freundschaften und wertvoller interkultureller Erfahrungen.
Die französischen Gäste wurden herzlich von ihren deutschen Gastfamilien aufgenommen und erlebten den Alltag in Deutschland hautnah. Bereits nach kurzer Zeit waren erste Berührungsängste verschwunden. Ob im Unterricht, bei gemeinsamen Ausflügen oder in der Freizeit – überall wurde gelacht, gespielt, gesprochen und voneinander gelernt. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass Freundschaften keine gemeinsame Muttersprache brauchen, sondern vor allem Offenheit, Neugier und gegenseitigen Respekt.
Nach der Ankunft am Sonntag und einem ersten Kennenlernen in den Gastfamilien erhielten die französischen Gäste am Montag eine Führung durch unsere Schule und nahmen gemeinsam mit ihren Austauschpartnerinnen und -partnern am Unterricht teil. Anschließend erkundeten sie zusammen mit Frau Decker-Röckel sowie einigen Vertretern des Frankreichkomitees Walddorfhäslach und wurden von Bürgermeisterin Silke Höflinger im Rathaus empfangen.
Am Dienstag stand ein Ausflug nach Stuttgart auf dem Programm. Während die deutschen Austauschpartnerinnen in ihren Berufspraktikas waren, entdeckten die französischen Schülerinnen die Landeshauptstadt und konnten dabei zahlreiche Eindrücke von Baden-Württemberg sammeln.
Ein weiterer Höhepunkt der Woche war der gemeinsame Ausflug nach Tübingen. Die Schülerinnen und Schüler erkundeten die historische Altstadt, genossen die besondere Atmosphäre der Universitätsstadt und verbrachten viele schöne Stunden miteinander.
Besonders beeindruckend war jedoch, wie schnell die Jugendlichen zueinander fanden. Aus anfänglicher Neugier wurden innerhalb weniger Tage echte Freundschaften. Viele verbrachten jede freie Minute miteinander, tauschten Telefonnummern und Social-Media-Kontakte aus und planten bereits zukünftige Treffen. Für manche war es die erste internationale Begegnung dieser Art – und sicherlich eine Erfahrung, die sie noch lange begleiten wird.
Wie eng die Jugendlichen in dieser kurzen Zeit zusammengewachsen waren, zeigte sich schließlich bei der Verabschiedung am Freitag. Allein schon der Gedanke Abschied zu nehmen sorgte für zahlreiche Tränen. Es wurde umarmt, gelacht und geweint zugleich. Viele wollten den Moment des Abschieds noch hinauszögern. Die emotionalen Szenen machten deutlich, dass aus einem Schüleraustausch weit mehr geworden war als ein schulisches Projekt – nämlich echte Freundschaften über Ländergrenzen hinweg.
Der Austausch hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig persönliche Begegnungen für das gegenseitige Verständnis in Europa sind. Die Schülerinnen und Schüler konnten nicht nur ihre Sprachkenntnisse anwenden und erweitern, sondern vor allem erleben, wie bereichernd kultureller Austausch und internationale Freundschaften sein können.
Ein herzlicher Dank gilt den Gastfamilien, die unsere französischen Gäste mit großer Herzlichkeit aufgenommen haben, sowie allen Kolleginnen und Kollegen, die zum Gelingen dieser besonderen Woche beigetragen haben.
Die Freude auf das Wiedersehen ist bereits groß: Im Oktober werden die deutschen Schülerinnen und Schüler nach Neuville de Poitou reisen und ihre französischen Freunde wiedersehen. Bis dahin werden viele der neu entstandenen Freundschaften sicherlich über Nachrichten, Fotos und Videotelefonate weiter gepflegt werden.
Hadiye Ben-Karacobanim
Fachschaft Französisch
Gustav-Werner-Gemeinschaftsschule Walddorfhäslach



